Sie sind die Geheimwaffen von Pflanzen gegen Fressfeinde, Stress und UV-Licht: Sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Polyphenole, stehen bereits seit einigen Jahren im Zentrum der Forschung auf der Suche nach neuen Heilsubstanzen. Denn die bioaktiven Stoffe helfen nicht nur Äpfeln und Heidelbeeren dabei, appetitlich frisch und knackig zu bleiben. Auch der Mensch profitiert über die Ernährung von ihrer außerordentlich positiven Wirkung.

Was sind Polyphenole?

Der Begriff Polyphenole umfasst eine weit gefasste Gruppe biochemischer Verbindungen, die vor allem in Pflanzen vorkommen. Zu ihnen gehören nicht nur Farbstoffe wie zum Beispiel die Anthocyane etwa in schwarzblauen Brombeeren, sondern auch Flavonoide und natürliche Aromen wie Vanillin, sowie Gerbstoffe oder Tannine, die zum Beispiel reines Kakaopulver bitter schmecken lassen. Diese sekundären Pflanzenstoffe erfüllen verschiedene Aufgaben: Manche Pflanzen wehren über diese Substanzen gefräßige Tiere ab, locken Insekten zur Bestäubung an, schützen ihre zarten Blätter und Blüten vor UV-Strahlung oder bekämpfen zum Beispiel wirksam Schimmelpilze und Bakterien. Viele Polyphenole sind zudem starke Antioxidantien: Sie machen freie Radikale unschädlich und schützen die Zellen so vor dem vorzeitigen Altern. All diese Eigenschaften kann sich auch der Mensch über die Ernährung zunutze machen. Auf diese Weise werden sekundäre Pflanzenstoffe zu wichtigen Helfern bei zahlreichen Erkrankungen, etwa:

• vorzeitige Alterungserscheinungen
• Entzündungsprozesse
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Stoffwechselstörungen
• neurodegenerative Prozesse
• Immunsystem-Schwäche

Wir kennen noch längst nicht alle

Noch bis zu Beginn der 1990er Jahre galten Polyphenole aus Pflanzen als für die menschliche Gesundheit unbedeutend. Dieses Verständnis hat sich seitdem radikal geändert – heute weiß man um die zahllosen positiven Effekte dieser bioaktiven Substanzen auf den menschlichen Organismus. Etwa 80.000 sekundäre Pflanzenstoffe hat die Forschung identifiziert. Das waren sicher noch längst nicht alle. Laufend werden neue Substanzen wie etwa Xanthohumol (aus dem Hopfen) und Pterostilben (aus der Heidelbeere) mit vielversprechender Wirkung etwa zur Vorbeugung von Krebs, Alzheimer, Arteriosklerose und Diabetes entdeckt und erforscht.

Jeden Tag ein Apfel reicht – oder doch nicht? 

Sekundäre Pflanzenstoffe werden von nahezu allen Pflanzen im Inneren von Stängeln, Blüten und Blättern produziert. Viele Pflanzen bilden in einigen Teilen, beispielsweise der Fruchtschale oder der Rinde, besonders hohe Konzentrationen von Polyphenolen aus. Das kennt man zum Beispiel von Äpfeln, bei denen die kostbaren Stoffe in und direkt unter der Schale sitzen. Also einfach "ein Apfel am Tag, der Doktor bleibt, wo er mag"? So einfach ist das leider nicht: Um wirksame Konzentrationen bestimmter Pflanzenstoffe aufzunehmen, müsste man sehr großer Mengen einer Frucht oder einer Pflanze zu sich nehmen. Zudem ist der Gehalt an Polyphenolen etwa in Supermarkt-Ware nicht immer gleich, sondern abhängig von Anbaubedingungen, Erntezeitpunkt, Transport und Lagerung. Bis so ein Apfel also vom Baum in die eigene Küche gelangt, kann er bereits einen beachtlichen Teil seiner Wirkstoffe eingebüßt haben. Die Versorgung mit Polyphenolen muss allerdings regelmäßig und in ausreichender Konzentration erfolgen, damit die kleinen Helfer aus der Pflanze überhaupt in den eigenen Körperzellen wirken können.

Quercetin aus Apfel und Zwiebel

Bleiben wir gleich beim Apfel: Ein wichtiges Polyphenol ist Quercetin, ein Pflanzenfarbstoff, der in Äpfeln, vor allem aber in den äußeren Schalen von Zwiebeln, für eine gelbliche Tönung sorgt. Quercetin ist Gegenstand intensiver Forschung, denn es gilt als eines der wirksamsten Antioxidantien. Als solches schützt es die Körperzellen vor oxidativem Stress und kann damit dem Alterungsprozess entgegenwirken. Seine antioxidativen Eigenschaften wirken aber besonders positiv auf die Blutgefäße, wo es Arterienverkalkung und Blutgerinnseln vorbeugt und so das Risiko für Thrombosen, Schlaganfälle und Herzinfarkte senken kann. Auch im Kampf gegen Entzündungen ist Quercetin hilfreich, vor allem im Bereich des Darms und der Gelenke, so dass rheumatoide Arthritis und Arthrose gelindert werden können. Seine anti-entzündlichen und zellschützenden Eigenschaften rücken zudem Quercetin zunehmend in den Fokus der Krebsforschung.

EGCG aus Grünem Tee

Schon seit langem gilt Grüner Tee als Wundertrunk in Sachen Gesundheit, auch wenn der Geschmack und Koffeingehalt nicht jedermanns Sache ist. Hauptverantwortlich für die zahlreichen positiven Eigenschaften des bitteren Getränks ist vor allem Epigallocatechingallat oder kurz EGCG, ein Antioxidans mit erstaunlicher Wirkung. Als exzellenter Radikalenfänger reduziert EGCG oxidativem Stress und ist damit ein Anti-Aging-Talent. Grüntee-Extrakt unterstützt so zum Beispiel die Haut beim Schutz vor schädlicher UV-Strahlung und wirkt vorzeitiger Hautalterung entgegen, pflegt aber auch die Blutgefäße und damit das gesamte Herz-Kreislauf-System. Im Zentrum der Forschung steht aber vor allem der Einsatz von EGCG bei der Krebsvorsorge und unterstützenden Behandlung von Krebs: In Ländern wie Japan und China, in denen sehr viel grünen Tee getrunken wird, kommen schließlich einige Krebsarten deutlich seltener vor als im Westen. Tatsächlich haben Forscher festgestellt, dass das EGCG in Grüntee-Extrakt offenbar neben einer allgemein krebsvorbeugenden Wirkung antiangiogenetische Fähigkeiten besitzt: Es verhindert das unkontrollierte Wachsen von Blutgefäßen, wie es vor allem rund um Krebstumore beobachtet wird. Kann ein Tumor nicht genügend Blutgefäße zur Versorgung an sich ziehen, verkümmert er.

Pterostilben aus der Heidelbeere

Gerade rötliche und bläuliche Beeren wie etwa Weintrauben, Brombeeren und auch Heidelbeeren gelten als besonders gesund, weil reich an Polyphenolen. Seit einiger Zeit gehört zu diesen auch Pterostilben aus der Heidelbeere, das sich vor allem als Stoffwechsel-Booster einen Namen gemacht hat. Als klassisches Antioxidans wirkt Pterostilben entzündungshemmend und neutralisiert freie Radikale, kann also dem Alterungsprozess und den Auswirkungen von UV-Strahlung auf die Haut entgegenwirken. Darüber hinaus werden ihm auch besonders positive Auswirkungen auf Cholesterinwerte und den Blutzuckerspiegel nachgesagt – womit es für gesunde Blutgefäße, einen gesunden Stoffwechsel und ein vermindertes Diabetes-Risiko sorgen kann. Pterostilben soll darüber hinaus bestimmte Gene aktivieren, welche die Zellerneuerung auslösen; ein Vorgang, der sonst nur durch strenges Fasten und Kalorienreduktion in Gang kommt.



Xanthohumol aus Hopfen

Rotweintrinker verweisen gern auf die gesundheitsförderlichen Tannine im edlen Rebensaft. Dem können sich jetzt Biertrinker anschließen, denn seit einiger Zeit wird das Polyphenol Xanthohumol aus Hopfen als wirksam gegen Krebs und für den Schutz von Nervenzellen untersucht. In Tests hemmt nicht nur die Neuentstehung von Krebszellen, sondern auch das weitere Wachstum bereits vorhandener Tumore. Auch das Entstehen neurodegenerativer Störungen kann Xanthohumol in Tiermodellen wirksam verhindern, indem es die Nervenzellen im Gehirn effektiv vor freien Radikalen und oxidativem Stress schützt. Auch positive Effekte auf den Fettstoffwechsel und Entzündungsprozesse in der Leber konnten in Untersuchungen festgestellt werden. Leider ist die Konzentration von Xanthohumol in Bier eher gering. Wer also mit diesem sekundären Pflanzenstoff wirksam vorbeugen möchte, sollte statt zum Maßkrug eher zu genau angepassten Extrakten aus der Hopfendolde greifen.

Haben Sie schon einmal von Quercetin gehört? Es ist einer der Pflanzenvitalstoffe, die Gesundheit unseres Gehirns fördert. Quercetin ist ein gelber Naturfarbstoff und gehört zu den Polyphenolen. Sie alle haben gemeinsam, dass sie dem Alterungsprozess unseres Gehirns wirkungsvoll etwas entgegenzusetzen haben. Jedem dieser Pflanzenwirkstoffe ist ein molekularer Mechanismus eigen, der die Leistungsfähigkeit unserer Körperzellen positiv beeinflusst.

Wie lassen sich die Abläufe auf zellulärer Ebene verstehen? Für die Gesundheit Ihrer Nervenzellen bedeutet dies, dass Hirnzellen mehr Energie und Kraft bekommen, freie Radikale reduziert werden, die gesunde und funktionstüchtige Struktur der Eiweiße im Gehirn geschützt wird und Sie sich schlussendlich über eine gesteigerte Gedächtnisleistung freuen können. In Studien, die mit Tiermodellen gearbeitet haben, konnte bereits erfolgreich nachgewiesen werden, dass Quercetin effektiv Proteinablagerungen abbaut, die sich andernfalls schädlich auf die Hirnsubstanz auswirken würden. Darüber hinaus ist die Substanz ein ausgezeichneter Entzündungshemmer. Man vermutet sogar ein antikanzerogenes – also vor Krebs schützendes - Potential, weil das Quercetin so effektiv Radikale fängt.

Für die Sportbegeisterten unter Ihnen ist sicher noch interessant, dass der Pflanzenwirkstoff Muskelkater ganz bedeutend reduziert und gleichzeitig zu einer deutlich gesteigerten körperlichen Leistungsfähigkeit verhilft. All das konnte bereits wissenschaftlich dargelegt werden. Vielleicht fragen Sie sich nun, wie Sie sich und Ihren Körper ausreichend mit dem wertvollen Pflanzenstoff versorgen können. Er kommt vor allen Dingen in Zwiebelschalen, Äpfeln und Broccoli vor. Aber Vorsicht, der Pflanzenvitalstoff ist wie seine Kollegen auch empfindlich und wird beim Schälen und Erhitzen der entsprechenden Nahrungsmittel leicht zerstört. Ganz generell empfehlen wir Ihnen eine ausreichende Zufuhr von Pflanzenstoffen über die Ernährung, sodass Sie sich auch mit steigendem Alter Ihre geistige Frische und Agilität bewahren. Eine ausgewogene Ernährung trägt wesentlich zu einem robusten Immunsystem bei. Wenn die körpereigene Abwehr intakt ist, so wirkt sich das natürlich auch positiv auf unsere Hirngesundheit aus, weil dem Körper mehr potente Antikörper gegen Neurotoxine – Nervengifte – zur Verfügung stehen. Wer nun seinen täglichen Bedarf an Polyphenolen nicht sicher über eine entsprechende Ernährung decken kann, ist mit neurofelixir gut aufgestellt.

Was ist EGCG eigentlich und welche gesundheitsfördernden Wirkungen hat es? Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen nicht nur die heilende Kraft bei neurodegenerativen Erkrankungen, sondern darüber hinaus bei vielen weiteren Bereichen der Gesundheit. Es lohnt sich also, einen näheren Blick auf die vielseitigen positiven Effekte dieser Substanz zu werfen.

Was ist grüner Tee?

Grüner Tee ist ein Produkt der Teepflanze, welches seit tausenden von Jahren in Asien hergestellt und konsumiert wird. Im 16./17. Jahrhundert verbreitete sich der grüne Tee auch nach Europa, wo er sich bis heute einer hohen Beliebtheit erfreut. Schon die Chinesen sprachen dem grünen Tee einen gesundheitsfördernden, ja verjüngenden Effekt zu. Aber warum der Unterschied zu schwarzem Tee? Grüner Tee und schwarzer Tee werden beide aus der Teepflanze hergestellt. Im Gegensatz zu schwarzem Tee wird grüner Tee nicht fermentiert, sondern nur kurz erhitzt und dann getrocknet. So bleiben fast alle im Teeblatt enthaltene Substanzen erhalten. Enthalten sind unter anderem Koffein, welches früher Teein genannt wurde, Catechine, Flavonoide, Polyphenole, Aminosäuren, Tannine oder Gerbstoffe, welche den etwas bitteren Geschmack des Tees verantwortlich sind, Vitamine, Mengen- und Spurenelemente. In den letzten Jahren wurde in vielen epidemiologische Studien der Effekt von grünem Tee untersucht und es wurde der gesundheitsfördernde Aspekt untermauert.

Grünem Tee wird seit tausenden von Jahren ein gesundheitsfördernder Effekt nachgesagt, der sich in den letzten Jahren durch verschiedene Studien bestätigt hat

Unter den vielen Inhaltsstoffen des grünen Tees sticht das Epigallocatechin-3-Gallat (kurz: EGCG) besonders heraus, da diesem Antioxidans der Großteil der gesundheitsfördernden Effekte des grünen Tees zugesprochen werden. EGCG mach ungefähr ein Drittel der Trockenmasse des grünen Tees aus, ist aber auch in zum Beispiel Äpfeln, Pistazien, Haselnüssen und Himbeeren zu finden.

Was macht EGCG?

Grundsätzlich hat EGCG auf der zellulären Ebene einen protektiven Effekt. Das heißt, dass EGCG eine schützende Funktion auf Zellen und damit auf den gesamten Körper hat. Es wurden in Studien Wirkungen auf unterschiedliche Organsysteme und Krankheiten gefunden. Im Folgenden wird die Einwirkung von EGCG auf das das Nervensystem, das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel und das Immunsystem erläutert.

Studien zeigen positive Effekte bei Demenz und Parkinson

Neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson entstehen durch fehlerhafte Eiweißablagerungen. Normalerweise werden Eiweiß-Fragmente vom gesunden Organismus zerstört, bei Alzheimer-Patienten rotten sie sich aber zusammen und bilden Plaques. Es werden immer mehr Forschungsergebnisse veröffentlicht, die darauf hinweisen, dass EGCG diesen Prozess aufhalten könnte, indem das giftige Tau-Eiweiß ausgemerzt wird.

EGCG wirkt giftigen Eiweißen entgegen

EGCG sorgt dafür, dass sich weniger fehlgefaltete Eiweiße bilden, die die Nervenzellen vernichten. Vielmehr entstehen ungefährliche Eiweißkugeln. EGCG verhindert oder verlangsamt also Vorgänge, bei denen sich Alpha-Synukleine und Amyloide bilden, die teils bei der Alzheimer-, teils bei der Parkinson-Erkrankung eine Rolle spielen.

EGCG verhindert ein Fehlfalten von Proteinen und könnte dadurch die Nervenzellen schützen

Und wie genau kann man sich das Ganze vorstellen? Es ist seit einigen Jahren bekannt, dass viele Erkrankungen des Gehirns ihren Ursprung in einer fatalen molekularen Kettenreaktion haben. Der Auslöser dieser Reaktion ist meist ein fehlgefaltetes Protein. Eine richtige räumliche Struktur ist maßgebend dafür, dass ein Protein seine Funktion erfüllen kann. Wenn ein Protein diese 3-dimensionale Anordnung verloren, oder nie erlangt hat, so spricht man von einem fehlgefalteten Protein. Sehr häufig lagern sich solche fehlgefalteten Proteine zusammen und führen zu Aggregaten. Nervenzellen sind sehr empfindliche Zellen und brauchen eine genaue Umgebung, um richtig funktionieren zu können. Nicht abzubauende Aggregationen im Gehirn stört erst die Funktionsweise der Neurone und dann zu einem Sterben dieser. Dieses (Massen-)Sterben von Nervenzellen kann mit Gedächtnisverlust, Persönlichkeitsverlust, Zittern (Tremor) und oder Lernschwäche verbunden sein. Stoffe, die unteranderem diesen Prozess verhindern und Neurone schützen werden als neuroprotektive Substanzen bezeichnet. EGCG hilft auf molekularer Ebene diese für Zellen tödliche Fehlfaltung und damit einhergehende Verkettung von Proteinen zu verhindern. Es wirkt als pflanzlicher Proteinfehlfaltungshemmer und gilt damit als neuroprotektive Substanz.

EGCG könnte das Risiko verringern an Herzkreislauferkrankungen zu erkranken

In Studien wurde nach dem Teekonsum bei Patienten mit einem Risiko auf Herz-/Kreislauferkrankungen gefragt und man konnte erkennen, dass es einen signifikanten Unterschied zwischen den zwei Gruppen gab. Patienten mit einem hohen Konsum von grünem Tee hatten ein wesentlich geringeres Risiko an einer Erkrankung des Herzens oder des Kreislaufes zu sterben. Es wird vermutet, dass dieser Effekt auf der antioxidativen und der blutfettsenkenden Wirkung von EGCG beruht. Im Körper werden das ganze Leben lang als Nebenprodukt des Stoffwechsels freie Radikale gebildet. Freie Radikale sind Stoff-verbindungen, die Zellen angreifen und schädigen können. Radikale können auch gezielt gegen Bakterien eingesetzt werden, aber wenn sie zum Beispiel in die Blutbahn gelangen, können sie die Innenwand von Arterien und Venen schädigen und damit zu einer Verengung dieser führen. EGCG bindet und “entschärft“ damit die freien Radikale.

EGCG senkt die Blutfettwerte und steigert den Energieverbrauch

Es wurde auch ein Einfluss auf die Blutfette festgestellt. Es gibt vier wichtige Blutfettwerte. Das LDL, das HDL, die Triglyceride und das Cholesterin. Zu hohe Werte von LDL, Triglyceriden und Chelesterin sind als Risikofaktor für Herzerkrankungen, Gefäßverkalkungen und Schlaganfälle bekannt. EGCG nimmt einen Einfluss auf LDL und Cholesterin. Wenn EGCG eingenommen wurde, konnte ein Absinken von LDL und Cholesterin festgestellt werden. Diese Auswirkung kann sehr wahrscheinlich damit erklärt werden, dass EGCG Enzyme in der Cholesterinherstellung und im Cholesterinrecycling hemmt. Dadurch sinkt die Konzentration von Cholesterin im Blut ab und die Leber sammelt das LDL aus dem Blut ein um die Cholesterinkonzentration wieder zu erhöhen. Dadurch wird, ähnlich wie bei Medikamenten, langsam das Cholesterin gesenkt. Gleichzeitig verringert EGCG die Aufnahme von Kohlenhydraten und Cholesterin und steigert im Tandem mit Koffein den Energieverbrauch und führt damit zu einem Gewichtsverlust. Wodurch es auch zu einer höheren Insensibilität kommt.

EGCG könnte eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs und Tumore haben

Immer häufiger liest man in den Nachrichten, dass das Trinken von grünem Tee Krebs vorbeugen kann. Epidemiologische Studien zeigen, dass ein Konsum von etwa 10 Tassen am Tag das Krebsrisiko senkt. Vor allem konnte man einen Effekt auf Dickdarm-, Prostata-, Magen und Brustkrebs erkennen. Der Wirkstoff im grünen Tee, der diese Wirkung hat, ist das EGCG. Aber wodurch ist diese Wirkung begründet?

Ganz wichtig ist, dass EGCG bei Krebs hauptsächlich präventiv wirkt. Es hat nur einen geringen Effekt auf schon entstandenen oder metastasierten Krebs. Ein Großteil dieser Wirkung stammt von dem antioxidativen Potenzial. So schützt EGCG die Zellen selber vor Stress und DNA-Schäden, dadurch kann sich Krebs schlechter entwickeln. Da Krebs aus Zellen entsteht die durch verschiedene Faktoren, z. B. Radikale, Fehler im Erbgut anhäufen, kann EGCG die Entstehung verlangsamen. Wenn sich Schäden langsamer ansammeln, dauert es deutlich länger, bis eine Krebszelle entsteht.

Wenn diese Wirkung nicht ausreichend ist, kommt eine weitere Funktionsweise ins Spiel: EGCG unterstützt zusätzlich die Funktion eines Proteins (P27), welches darauf achtet, dass sich Zellen nicht unkontrolliert teilen. P27 gehört damit zu den sogenannten Tumorsuppressoren. Tumorsuppressoren sind Proteine, welche verhindern sollen, dass sich eine normal funktionierende Zelle zu einer Tumorzelle umwandeln kann. P27 kann die Teilung von Zellen stilllegen und dadurch die Krebsentstehung unterdrücken. Zusätzlich unterdrückt EGCG die Neubildung von Blutgefäßen und nimmt Tumoren die Grundlage um wachsen zu können.

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Lakritze hat wohl schon jeder einmal probiert. Dieser sehr intensive natürliche Geschmackstoff ist vielen Süßigkeiten, Tees und Hustenbonbons beigemischt. Das Aroma der Lakritze wird aus der Wurzel des Süßholz-Busches gewonnen. Das Extrakt aus der Wurzel eignet sich allerdings nicht nur für die Produktion leckerer Süßigkeiten. Es kommt bereits seit Jahrtausenden auch als Arznei zum Einsatz. 

Wo kommt die Süßholzwurzel her?

Der Süßholz-Busch, mit dem lateinischen Namen Glycyrrhiza glabra, ist ein knapp zwei Meter hohes struppiges Gewächs. Die Pflanze ist vor allem in den subtropischen Klimazonen Europas, dem Nahen Osten und Westasien zu finden. Der Süßholz-Busch gehört zu den Erbsen-Gewächsen. Im Frühling blüht er intensiv blaulila. Zwar werden die Blüten und Blätter der Pflanze auch für medizinische Zwecke genutzt. Der Süßholzsaft und damit auch der charakteristische Geschmackstoff für Lakritze wird allerdings aus den Wurzeln gewonnen. Die frischen Triebe werden dafür zerkleinert und mehrere Stunden aufgekocht. Nach und nach wird der süße Saft immer zähflüssiger und dickt ein, ähnlich wie bei der Produktion von Ahornsirup. Bei diesem Vorgang bildet sich das typische Lakritzaroma. Das Extrakt ist bis 30 bis 50 mal süßer als Zucker. Wegen seiner Süßkraft wird es deshalb vielen Tees beigemischt. 

Die Süßholzwurzel in der chinesischen Medizin

Die traditionelle ayurvedische Medizin schätzt die medizinische Wirkung der Süßholzwurzel sehr. In der chinesischen Medizin ist sie das meist verwendete Heilkraut, während Menschen im Westen kaum von der komplexen heilenden Wirkweise der Pflanze wissen. Erst jüngere Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Süßholzwurzel und konnten zeigen, dass vor allem entzündliche Beschwerden der Atemwege gelindert, aber auch asthmatische Erkrankung geheilt werden können.

Wie wirkt die Süßholzwurzel?

Die Bestandteile der süßen Wurzel sind sehr komplex. Wissenschaftler konnten im Labor über 134 verschiedene Komponenten isolieren. Viele der Substanzen haben eine entzündungshemmende, schmerzstillende und antibiotische Wirkung. 
Zahlreiche Studien über die medizinische Wirksamkeit weisen darauf hin, dass die Wurzeln des Süßholz-Baumes vor allem die Heilung von Magengeschwüren unterstützen. Auch Sodbrennen kann sie auf natürliche Weise lindern. Das Extrakt regt zudem den Stoffwechsel an und kann deshalb Diäten unterstützen. Den Cholesterinspiegel kann es zudem auch senken. 
Die Pflanze wirkt nicht nur entzündungshemmend. Sie reduziert auch nachweislich den Cortisol-Gehalt im Blut und reduziert damit die Auswirkungen von Stress. Das Extrakt stärkt außerdem das Immunsystem und kann dadurch virale Infekte vorbeugen. Auch prämenstruelle Beschwerden, sowie Leiden der Wechseljahre, können dadurch gelindert werden, da die Wurzel Östrogen-ähnliche Wirkungen hat. 

Wirkt die Süßholzwurzel auch im Gehirn?

Neuere Studien mit Mäusen zeigen, dass die Süßholzwurzel es schafft, die Gedächtnisleistung zu verbessern. Die Inhaltsstoffe der Wurzel können die schädliche Wirkung von gefährlichem Amyloid verhindern. Dieses schädigt die Nerven, wenn es, wie bei alternden Gehirnen oft der Fall, nicht abgebaut wird. Des Weiteren kann durch die Einnahme des Süßholzwurzelextrakts in therapeutischer Dosis die Stimulation eines beschützenden Proteins (HSP70) anregen und damit die Ablagerung von Alpha-Synuklein verhindern. Die Süßholzpflanze kann außerdem ein Eiweiß neutralisieren, das von Entzündungszellen im Gehirn sezerniert wird. So können wichtige Nervenzellen geschützt werden. Außerdem steigert sie die Lernfähigkeit und das Gedächtnis. Sie aktiviert wichtige Enzyme, die die Nervenzellen schützen und ist somit ideal zur Vorbeugung von neurodegenerativen Prozessen.

Was ist Weihrauch? Die Bezeichnung Weihrauch stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet soviel wie „Heiliges Räucherwerk“. Eigentlich aber ist es eine Sammelbezeichnung für den Weihrauchbaum „Boswellia“, sein Harz (Olibanum) sowie den durch Abbrennen des Harzes entstandenen Rauch. Das Baumharz ist eine klebrig-milchige Flüssigkeit, die aus den angeritzten Ästen oder Stämmen des Weihrauchbaumes austritt. Es handelt sich dabei um ein reines Naturharz, das an der Luft zu einer klebrigen Masse trocknet.

Die so entstandenen Harztropfen werden zur Ernte abgesammelt und haben eine braun-gelbe bis rötlich-braune Farbe. Je nach Alter, Größe und Standort können von einem Baum zwischen zwei und zehn Kilogramm Harz geerntet werden. Die Erntezeit beginnt ab Ende März/Anfang April und es dauert mehrere Monate, bis sie abgeschlossen ist. Dabei werden dem Baum immer wieder neue Schnitte beigebracht. Das zuerst austretende Harz (erste Ernte) ist jedoch eher geringwertig und wurde noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts nicht verwendet. Zum Ende der Erntezeit wird die Qualität des Harzes immer besser und ist etwa fünfzehn Mal wertvoller als zu Beginn der Ernte. Boswellia gehört zu den Balsambaumgewächsen und gedeiht nur in extrem kargen Gebieten. Die Anbaugebiete liegen im Oman, im Jemen, in Ostafrika und in Indien. Der Weihrauchbaum benötigt bestimmte Höhenlagen, ein ganzjähriges trockenes Klima sowie feuchtwarme Luft. Heute liegen die wichtigsten Anbaugebiete in Nordafrika.

Das kostbare Geschenk aus dem Morgenland

Die Heiligen drei Könige brachten dem Jesuskind Gold, Myrrhe und Weihrauch und setzten das Baumharz damit dem Gold gleich. Ein würdiges Geschenk und ein kostbares dazu. Denn tatsächlich galt das Harz in verschiedenen Kulturen als hoch geschätzter Luxus. Es war so kostbar und begehrt, dass es für seinen Transport einen speziellen Handelsweg gab. Die Weihrauchstraße führte vom Orient bis zum Mittelmeer. So gelangte das Weihrauchbaumharz in alle Gegenden der Erde. Der Verlauf der Transportwege wurde geheim gehalten und sie wurden streng bewacht. Die positive Wirkung des Baumharzes ist bereits seit etwa 7000 Jahren bekannt und wurde bis in die heutige Zeit überliefert. Die Ägypter nutzen das Harz bei der Mumifizierung, zu verschiedenen Kulthandlungen sowie als Duftnote für einen guten Geruch der Luft. Die Römer schätzten das Harz als Wundheilmittel, als Medizin bei Erkrankungen der Atemwege sowie bei Problemen mit der Verdauung. In Indien ist die Anwendung des Weihrauchbaumharzes wichtiger Bestandteil der traditionellen Heilkunst (Ayurveda) bei Gelenkerkrankungen und Rheuma. In der heutigen Zeit wird Olibanum zwar nicht mehr mit Gold aufgewogen und zählt längst nicht mehr zu den Luxusgüter, dennoch ist die Nachfrage wieder gestiegen und vor allem die Medizin wendet sich in ihrer Forschung dem Naturharz wieder zu.

Bestandteile und Wirkung

Die Verwendung des Weihrauchbaumharzes in der frühen Naturheilkunde beruhte vor allen Dingen auf den Erfahrungen und Beobachtungen, die hinsichtlich seiner Anwendung gemacht worden sind. Heute ist die Wissenschaft in der Lage, die Bestandteile des Harzes zu identifizieren und ihren Wirkungsmechanismus zu verstehen. In Olibanum konnten Schleimstoffe, ätherische Öle und Harzsäuren nachgewiesen werden. Je nach Weihrauchart ist die Zusammensetzung unterschiedlich. Unter den Harzsäuren sind vor allem die Boswelliasäuren interessant, da sie eine entzündungshemmende Wirkung haben. Sie kommen ausschließlich im Weihrauchharz vor und können bislang synthetisch nicht hergestellt werden. Boswelliasäuren hemmen das Enzym Prostaglandin E₂, welches die Entstehung von Schmerzen und Fieber sowie Entzündungsprozesses begünstigt. Daher wird dem Weihrauchharz eine positive Wirkung in Bezug auf die Behandlung von Rheuma, Gelenkerkrankungen, Muskelbeschwerden, chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nachgesagt. Außerdem drängen sie Wasseransammlungen zurück, die sich im Umfeld von Hirntumoren gebildet haben. In der chinesischen Medizin wird Weihrauchharz zur Linderung von Schmerzen, der Verbesserung der Durchblutung und zur Beschleunigung der Heilungszeit angewendet. Neuere Studien untersuchen die Anwendung von Weihrauchharz als Heilmittel gegen Krebs. Möglicherweise ist das Naturharz in der Lage, die beschädigte DNA von Krebszellen so zu programmieren, dass der ursprüngliche DNA-Code wieder hergestellt wird. Dem im Weihrauchharz enthaltenen Incensol werden angstlösende und antidepressive Wirkungen zugeschrieben.

Weihrauch bei neurodegenerativen Erkrankungen

Weihrauch kennen die meisten Menschen aus der Kirche. Aber auch im medizinischen Kontext hat es eine lange Tradition und wurde früher oft zur Linderung von Entzündungen und Wunden eingesetzt. Nun erlebt es ein Come-Back, das vielen aktuellen Studien aus der Demenz-Forschung zu verdanken ist. Diese haben gezeigt, dass durch Weihrauch schädliche Eiweiße reduziert werden können. Gesunde Gehirne schaffen das aus eigenem Antrieb. Bei Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen besteht ein Mangel im Abbau von Eiweißen und anderen schädlichen Substanzen. Zudem entstehen fehlgefaltete Eiweiße, die die Nervenzellen vernichten. Weihrauch sorgt dafür, dass sich weniger fehlgefaltete Eiweiße bilden. Vielmehr entstehen ungefährliche Eiweißkugeln. Weihrauch verhindert oder verlangsamt also Vorgänge, bei denen sich Alpha-Synukleine und Amyloide bilden, die teils bei der Alzheimer-, teils bei der Parkinson-Erkrankung eine Rolle spielen.

Ihre ersten Assoziationen mit Q10 mögen vielleicht in Richtung Anti-Falten-Creme gehen. Und damit liegen Sie gar nicht so verkehrt. Denn eine der wichtigsten Eigenschaften, mit denen Q10 aufwartet, ist die Regeneration unserer Zellen durch die Stärkung des Energiehaushaltes. Aber der Reihe nach – was genau ist Q10 eigentlich? Hinter der kryptischen Buchstaben-Zahlen-Kombination verbirgt sich eine Substanz namens Ubichinon. Manchmal wird sie auch Coenzym Q genannt.

Gemeint ist aber immer dieselbe Substanz, die strukturell mit den Vitaminen K und E verwandt ist und wesentlich am Energiehaushalt jeder einzelnen Körperzelle beteiligt ist und den Körper als potenter Radikalfänger gegen oxidativen Stress schützt. Ohne Q10 wäre keine Zelle unseres Körpers in der Lage, sich zu regenerieren. Vielleicht haben Sie schon einmal den Begriff Mitochondrium gehört. Diese Organellen sind die Kraftwerke unserer Zellen, und in ihren Membranen – also den sie umgebenden Wänden – sitzt das Ubichinon. In den Mitochondrien finden biochemische Prozesse statt, aus denen 95% unserer Körperenergie gewonnen wird. Je „leistungsstärker“ ein Organ ist, umso mehr Coenzym Q benötigt es also. Die größten Energiekonsumenten des menschlichen Körpers sind natürlich das Herz, das unser Leben lang pumpt, aber auch Lunge und Leber, die fortlaufend Entgiftungsprozesse durchführen. Und selbstverständlich benötigt auch unser Gehirn stets eine adäquate Energiezufuhr, um kognitiv sowie emotional auf der Höhe zu sein. Wie stellen wir nun aber sicher, dass wir ausreichend mit dieser wertvollen Substanz mit dem kryptischen Namen versorgt sind? Unser Körper kann das Ubichinon in beschränktem Umfang selbst herstellen. Problematisch ist jedoch, dass unser Körper mit steigendem Alter die Q10-Produktion einstellt. Wenn wir 40 Jahre alt sind, liegt sie bei gerade noch 70%. Gerade aber im Alter benötigen wir das Ubichinon umso dringlicher als Radikalfänger, um Entzündungsprozessen vorzubeugen und eine gute Leistungsfähigkeit von Herz, Lunge, Leber, Immunsystem und natürlich auch Gehirn zu ermöglichen.

Einige Forschungsergebnisse belegen, dass der Wirkstoff dank seiner antioxidativen und regenerierenden Eigenschaften ganz besonders Zellen zu schützen vermag, die krankheitsbedingt von degenerativen Prozessen bedroht sind. Um eine ausreichende Energieversorgung bis ins höhere Lebensalter sicherzustellen, empfiehlt es sich, Q10 über die Nahrung zu substituieren. Ganz besonders Menschen, die Cholesterinsenker, die sogenannten Statine, einnehmen, haben einen erhöhten Bedarf an Q10.

Wer auf eine ausreichende Versorgung mit dem Energiekraftstoff achten möchte, dem seien Innereien – vor allen Dingen Leber -, aber auch fettiger Fisch, Nüsse und Hülsenfrüchte empfohlen. Beim Erhitzen wird das Q10 jedoch schnell zerstört. Alternativ oder ergänzend kann die Substanz auch über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.

Aus Asien nach Europa

Die Gelbwurzel Kurkuma ist ein Ingwergewächs und wird auch chinesische Wurzel oder Gelber Ingwer genannt. Diese ist nicht nur wichtiger Bestandteil des indischen Currys, sondern seit Tausenden von Jahren Bestandteil der traditionellen asiatischen und indischen Medizin. Seit Kurzem wird die Heilkraft von Kurkuma auch in Europa vor allem bei chronischen altersbedingten Erkrankungen genutzt. Kurkuma enthält bis zu 5% Kurkuminoide und ätherische Öle (bis 6%). Diese Wirkstoffe gehören zum Jungbrunnen der Natur und sind ein Schlüssel zum Gesundbleiben.


Die Verdauungshelferin

Experimentell konnten zahlreiche Effekte der Bestandteile der Kurkuma bereits nachgewiesen werden. Kurkuma stimuliert die Gallensäuren-Produktion, was nicht nur zu einer Besserung von Reizdarm und entzündlichen Darmerkrankungen führt, sondern auch indirekt die Wirkung der Gallensäuren auf den Energiehaushalt der Zellen unterstützt. Diese Stimulation der Galle verbessert die Aktivität des Darms und kann bei empfindlichen Menschen zu Durchfall führen.


Kurkuma kann das Wachstum von Krebszellen hemmen

Eine weitere wichtige Wirkung des Kurkumas ist die Hemmung des Wachstums von Krebszellen. Es konnte nicht nur gezeigt werden, dass die Vermehrung verschiedener Krebszellen gehemmt werden kann, sondern auch das Einwachsen der Gefäße, was für die Bildung von Tumoren notwendig ist, kann unterdrückt werden. Die Wirkung von Chemotherapeutika wird verstärkt. Darüber hinaus kann Kurkuma die durch verschiedene Medikamente (z.B. Tacrin oder Paracetamol) verursachte Leberschädigung eindämmen.


Kurkuma wird für Patienten mit Gelenkerkrankungen oft empfohlen

Die Funktion von Knorpelzellen kann durch Kurkuma ebenfalls günstig beeinflusst werden, weswegen diese Wurzel auch bei Patienten mit Gelenkerkrankungen (Arthrose, Arthritis) empfohlen wird.

Kurkuminoide hemmen verschiedene Signalwege, die für entzündliche Reaktionen notwendig sind. Diese Entzündungshemmung ist nicht nur für entzündliche Erkrankungen relevant, sondern auch für degenerativen Erkrankungen der Gelenke und des Gehirns. Verbunden mit dieser antientzündlichen Wirkung ist die Hemmung der Bildung freier Radikale, die bei allen entzündlichen und degenerativen Erkrankungen zur Zerstörung der Zellen beitragen.


Eine Wurzel gegen Demenz?

Da die Bestandteile des Kurkumas über verschiedene Mechanismen das Überleben und die Funktion von Nervenzellen begünstigen können, ist naheliegend, dass diese Substanzen auch in der Therapie von Patienten mit Demenz eingesetzt wurden. Die Motivation für diese therapeutische Strategie wurde durch die niedrige Prävalenz der Demenzen in Ländern mit hohem Gebrauch des Kurkumas unterstützt.

Es wurde gezeigt, dass Kurkuminoide Aggregate des Amyloids verhindern können. Diese Aggregate entstehen, weil der Abbau des Amyloid-Vorläuferproteins sich bei der Alzheimer-Krankheit verändert. Sie verklumpen und bilden unauflösliche Ablagerungen zwischen den Nervenzellen, die sogenannten ß-Amyloid-Plaques, die vom Körper nicht mehr abgebaut werden können.

Kurkuminoide können auch die Verfügbarkeit von Acetylcholin, dem wichtigsten Neurotransmitter für das Gedächtnis verbessern.

Leider sind die Ergebnisse von klinischen Studien mit Kurkuma bisher enttäuschend. Dies mag an der unterschiedlichen Methodik oder den niedrigen Fallzahlen liegen. Ein wichtiger Grund für die mangelnde klinische Wirkung ist am ehesten aber die limitierte Bioverfügbarkeit der Kurkuminoide: dies bedeutet, dass diese Substanzen zwar im Darm wirken können, aber nur zu einem geringen Teil in den Körper aufgenommen werden. Es ist daher unbedingt erforderlich Kurkuma mit anderen Substanzen wie Piperin, anderen Polyphenolen oder auch Vitamin C zu kombinieren, um so die Bioverfügbarkeit zu erhöhen.


Die Heilwirkung von Hopfen ist seit dem Mittelalter bekannt.

Neben der Verwendung als Bierzutat wurde im frühen Mittelalter auch die Heilwirkung von Hopfen vor allem bei Leber- und Gallenbeschwerden entdeckt. Erst im 18. Jahrhundert setzten Heilkundige Hopfen auch als Schlaf- und Nervenmittel ein. Hopfen gehört nämlich zu den Cannabispflanzen. Die Hopfenzapfen der weiblichen Blüten enthalten im Hopfenharz Bitterstoffe und außerdem ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide.

Bei der Verwendung von frischen Pflanzen muss auf allergische Reaktionen geachtet werden. Bei empfindlichen Personen kann es zur sogenannten „Hopfenpflückerkrankheit“ mit vorübergehenden Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Müdigkeit kommen. Daher sind Extrakte zu bevorzugen. 

Östrogene Wirkung

Zu den im Hopfen enthaltenen Flavonoiden gehören Phytoöstrogene wie das 8-Prenylnaringenin, welches über Bakterien im Darm zu einem aktiven Östrogen umgewandelt werden muss. Wegen dieser Inhaltsstoffe werden Hopfenextrakte gern von Frauen in der Menopause oder nach der Menopause als Östrogenersatztherapie eingesetzt. Es liegen allerdings bisher keine ausreichenden Daten vor, ob diese Phytoöstrogene die Beschwerden lindern können oder auch Begleiterkrankungen wie Osteoporose vorbeugen. Wichtiger erscheint aber, dass bisher keine Nebenwirkungen, die bei Östrogenersatztherapie befürchtet werden, dokumentiert sind.

Hopfen wird aktuell in verschiedenen Studien erforscht.

Die verschiedenen Bestandteile des Hopfens wurden in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Erkrankungen untersucht.

Dabei fiel auf, dass die Bestandteile des Hopfens und insbesondere 8-Prenylnaringenin und Xanthohumol das Wachstum von Krebszellen reduzieren können.

In Zellkulturen und in Tiermodellen konnte beobachtet werden, dass Bestandteile des Hopfens wie das Xanthohumol dopaminerge Neurone (also die Neurone, die den Neurotransmitter Dopamin synthetisieren) beschützen können. Somit wird Hopfen auch als Therapie für die Parkinson-Krankheit diskutiert.


Eine Therapiealternative bei Menschen mit Gedächtnisstörungen?

Auch die Wirkung von Hopfenextrakten auf Gedächtnis, Aufmerksamkeit und das Überleben von Nervenzellen wurde untersucht. Es wurde zum Beispiel gezeigt, dass ein Bestandteil des Hopfens die Bildung von ß-Amyloid, diesen bei der Alzheimer-Krankheit zwischen den Nervenzellen entstehenden Ablagerungen, verhindern kann. Erfreulicherweise konnte in einer aktuellen japanischen Plazebo-kontrollierten verblindeten Studie mit hundert älteren Probanden gezeigt werden, dass die Bitterstoffe aus dem Hopfen zu einer signifikanten Besserung in einem relevanten kognitiven Test und zu einer Steigerung der Aufmerksamkeit führten. Dieser Effekt war bei diesen Personen mit subjektiven Gedächtnisstörungen bereits nach 12 Wochen nachweisbar. Die Autoren der Studie führten die positiven Effekt auch auf eine Stimulation des Nervus Vagus (Magen-Darm-Aktivität) zurück. 

Ein Nachtschattengewächs aus China

Der Goji-Strauch, Lycium barbarum oder gemeiner Bocksdorn, gehört zu den Nachtschattengewächsen und war ursprünglich vor allem in China heimisch. Aber auch in Südosteuropa bis über ganz Asien hinweg kommt er wildwachsend vor. Da er in gemäßigtem Klima gut gedeiht, wird er heutzutage in vielen Ländern als Zierpflanze kultiviert. Man findet ihn in Europa, Nordamerika und sogar in Australien und in einigen Ländern Nordafrikas. Besonders verbreitet ist er im Mittelmeerraum. Der mehrjährige Bocksdorn-Strauch kann bis zu vier Meter hoch werden. Seine Äste sind meistens stachelig, woher auch der Namensteil "dorn" im Namen "Bocksdorn" stammt. Zwischen Juni und August ist die Blütezeit des Gemeinen Bocksdorns. Die violetten Blüten sitzen in den Blattachseln an kurzen Stengeln, die direkt von den Ästen ausgehen. Aus den Blüten entwickeln sich zwischen August und Oktober die roten oder orange-gelben Früchte. Wenn man sich die frischen Früchte genau anschaut, erkennt man deutlich die Verwandtschaft zu Tomaten, Auberginen oder Paprika.

Getrocknete Goji-Beeren sind sehr schmackhaft und sind lohnende Beigaben zu Müsli oder Joghurt. Im Prinzip kann man diese wie Rosinen oder andere Trockenfrüchte verwenden. Manche Goji-Sorten sind auch im frischen Zustand wohlschmeckend und können direkt oder als Saft verzehrt werden.

Die Goji-Beere wird schon lange in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet und es werden ihr zahlreiche heilende Wirkungen nachgesagt. Diese wird vor allem den zahlreichen Polysacchariden zugeschrieben.

Eine Besonderheit der Goji-Heilwirkungen ist ihr förderlicher Einfluss auf die Augen.

Die Wirkstoffe Zeaxanthin und Lutein werden zur Behandlung von Grünem Star (Glaukom) verwendet. Allerdings gibt es bisher keine klinischen Daten, die einen positiven Effekt nachweisen. 

In einer Untersuchung mit Messung des Makula-Pigments wurde wiederum eine positive Korrelation mit dem Genuss von Lutein und Zeaxanthin nachgewiesen. Insofern kann man den Genuss der Goji-Beere bei Makuladegeneration, die eine häufige Ursache von Sehstörungen im Alter ist, durchaus empfehlen. In Zellkultur konnte ein Extrakt aus Goji-Beeren die Schädigung durch ultraviolettes Licht auf Makula-Zellen mindern. 

Die kleine Beere stärkt das Immunsystem

Ein weiteres beliebtes Einsatzgebiet der Goji-Beere ist die Stärkung des Immunsystems. Goji-Beeren enthalten zahlreiche Vitamine und Spurenelemente, sodass sie Abwehrschwäche mildern können, die aufgrund von Vitamin- oder Mineralstoff-Mangel bestehen. Auch die in der Goji-Beere enthaltenen Polysaccharide sollen eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem haben.

So wie Goji-Beeren auf der einen Seite das Immunsystem stärken können, können sie eventuell ein überschießendes Immunsystem eher beruhigen. Daher kann der Genuss von Goji-Beeren auch zur Linderung von Asthma, Allergien und Autoimmunkrankheiten beitragen.

Die Goji-Beere wird im Rahmen der Krebsforschung untersucht.

In zahlreichen Zellkulturmodellen konnten Bestandteile der Goji-Beere die Teilung dieser Zellen eindämmen und auch den programmierten Zelltod stimulieren, weswegen eine krebshemmende Wirkung attestiert wurde. Klinische Daten sind allerdings rar.

Bereits vor mehr als 25 Jahren konnte gezeigt werden, dass die Zugabe von Polysacchariden der Goji-Beere das Ansprechen auf eine standardisierte Chemotherapie bei Patienten mit fortgeschrittenen verschiedenen Krebserkrankungen bessern kann. In Ratten konnte die Schädigung des Herzens durch ein anderes Chemotherapeutikum, Doxyrubizin, gemindert werden, was zusätzlich für eine adjuvante Therapie bei Krebspatienten mit Goji-Beeren spricht.

Goji-Beeren sollen sich in mehrfacher Hinsicht positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken.

Die Durchblutung soll gefördert werden, was gleichzeitig zu einer Reduktion des Blutdrucks beitragen soll. So sollen Goji-Beeren auch vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen. Einige der Polysaccharide sollen eine blutzuckersenkende Wirkung haben. Deswegen können diese unterstützend bei Patienten mit Diabetes mellitus eingesetzt werden.

Eine Quelle von Polyphenolen und Polyaminen

Neben den Polysacchariden und Vitaminen enthalten die Goji-Beeren aber auch zahlreiche Polyphenole und Polyamine. Die Polyphenole haben ähnlich wie die Inhaltsstoffe des Kurkumas oder grünen Tees positive Wirkungen auf den Stoffwechsel des Amyloids.

Polyamine gelten aktuell als Jungbrunnen aller Zellen. Diese Moleküle wurden anfangs in Spermien entdeckt. Der Gehalt an Polyaminen nimmt in allen Zellen im Alter ab. Polyamine könnten toxische Schädigungen von Neuronen verhindern. Aktuell gibt es mehrere klinische Studien, die einen Effekt dieser Substanzen, wenn sie in der Nahrung angereichert sind, auf Gedächtnis und andere kognitive Funktionen bei Patienten mit früher Alzheimer-Erkrankung belegen.

Erst kürzlich wurden 15 neue Lycibarbarspermidine in Goji-Beeren beschrieben, die in einem Tiermodell der Alzheimer-Erkrankung einen positiven Effekt auf das Kurzzeitgedächtnis hatten. Polyamine haben neben der antioxidativen Wirkung auch synergistische Effekte zu den Polyphenolen auf die Autophagie. Die Autophagie ist der Prozess durch welchen unsere Körperzellen eigene unbrauchbare Bestandteile, wie z. B. fehlgefaltete Proteine und beschädigte Zellbestandteile abbauen.

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