5c83f23075c008b0 Gesunde Ernährung bei Alzheimer & Demenz | neurofelixir®
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Die Entstehung der Alzheimer Demenz ist multifaktoriell. In diesem Beitrag widmen wir uns der Ernährung. Die Rolle des Mikrobioms in der Entstehung und Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen ist nämlich mittlerweile gut erforscht. Und wir können in der Regel beeinflussen, was auf unserem Speiseplan steht.

Eine gesunde Ernährung trägt zum Gleichgewicht und zur Vielfalt der Darmflora bei. Ein gesundes Mikrobiom kann Entzündungen im Körper regulieren. Darmbakterien stärken die Festigkeit der Darmwand und schützen so vor dem Syndrom des durchlässigen Darms. Und sie erzeugen wichtige Substanzen für ein gesundes Gehirn.

Daher ist bei Verdacht auf eine beginnende Alzheimer Demenz, neben kognitiven Demenztests, eine Labordiagnostik, die den Allgemeinzustand der Darmflora bewertet, sicherlich sinnvoll. Auch eine Messung des B-Vitaminstatus ist empfohlen.

Präbiotika reiche Lebensmittel essen

Präbiotika sind langkettige Kohlenhydrate, die von unseren Verdauungsenzymen nicht aufgespaltet werden können und so unverdaut in den Dickdarm gelangen. Dort dienen sie bestimmten gesundheitsförderlichen Arten von Bakterien als Nahrung.

Präbiotika finden Sie zum Beispiel in Artischocken, Bananen, Bohnen, Chicoree, Erbsen, Knoblauch, Lauch und Zwiebeln.

Probiotika reiche Lebensmittel essen

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, wie Bakterienstämme und teilweise auch Pilz-Stämme. Bakterien mit probiotischen Eigenschaften werden mit unterschiedlichen positiven Funktionen für unsere Gesundheit in Verbindung gebracht.

Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, saure Gurken, Kombucha (fermentierter Tee), Kimchi (fermentierter Chinakohl) und Kefir.

Kohlenhydrate und Zucker reduzieren

Bevorzugen Sie Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index. Der glykämische Index ist ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel.

Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch, sowie viele einheimische Gemüse- und Obstsorten (unter anderem Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen, Pellkartoffeln, Möhren, Linsen, Erbsen) sollten einen festen Platz auf Ihrem Speiseplan finden.

Darüber hinaus versuchen Sie Ihre Einnahme von Saccharose (Haushaltszucker) und Glukose (Traubenzucker) zu begrenzen.

Bei einer bereits fortgeschrittenen Demenzerkrankung kann sich die Geschmackswahrnehmung ändern. Einige Senioren bevorzugen, besonders in späteren Stadien der Demenz süße Getränke und Lebensmittel. Zum süßen, ziehen Sie dann Galaktose vor, ein Einfachzucker (also bestehend aus nur einem Zuckermolekül), der keinen Einfluss auf die Insulinausschüttung hat.

Omega 3-Fettsäuren erhöhen und Omega 6-Fettsäuren reduzieren

Vermeiden Sie Sonnenblumenöl, Maiskernöl und Sojaöl, die alle einen hohen Omega-6-Anteil haben. Vermeiden Sie auch einen hohen Fleischkonsum, denn Omega-6-reiche Pflanzenöle werden in der Tierhaltung massiv in Form von Soja-Pellets eingesetzt.

Steigern Sie hingegen Ihren Verzehr von Fischprodukten mit hohem Omega-3-Anteil. Fette Fische wie Hering, Makrele und Sardinen sind gute Quellen. Und wenn Sie keinen Fisch essen, empfiehlt sich eine Supplementierung durch schadstoffgeprüfte Fischöle oder noch besser Algenöle.

Hochdosierte und sinnvoll kombinierte Polyphenole

Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe wie Epigallocatechingallat (EGCG) aus grünem Tee, Resveratrol oder andere Stilbene aus Beeren und Trauben, Quercetin aus Zwiebeln, Kurkumin, etc.

Allen diesen Substanzen werden nicht nur entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt, sondern es konnten auch zahlreiche positive Effekte auf das Wachstum von Krebszellen, auf den Selbstreinigungsmechanismus der Zellen (Autophagie) aber auch auf Eiweißablagerungen, die für die Entstehung von neurodegenerativen Erkrankungen relevant sind, berichtet werden.

Polyphenole können über und mit den Bakterien des Darms eine positive Wirkung entfalten. Analysen der Darmbakterien zeigen, dass die großzügige Einnahme von EGCG entzündungshemmende Bakterien fördert. Darüber hinaus bilden viele Darmbakterien aus diesen Polyphenolen kleine phenolhaltige Substanzen, die ebenfalls das Verklumpen von Eiweißen wie Amyloid (Morbus Alzheimer) verhindern können.

Trinken Sie ausreichend Wasser

Der menschliche Organismus besteht zu etwa 60% aus Wasser, unser Gehirn sogar zu rund 80%. Wasser ist Bestandteil aller Zellen und Körperflüssigkeiten.

Es wirkt als Transport- und Lösungsmittel und hilft Giftstoffe auszuscheiden. Es ist Reaktionspartner bei biochemischen Prozessen. Außerdem ist Wasser für die Regulation der Körpertemperatur notwendig, sowie für die Quellung des Speisebreis in unserem Darm. Wird dem Körper nicht genug Wasser zugeführt, verspürt man Durst.

Leider lässt besonders das Durstempfinden im Alter jedoch nach. Mit der Zeit verliert der Körper zudem seine Wasserspeicherfähigkeit. So besteht der Körper bei Senioren nur noch zu 40 bis 50% aus Wasser. Das ist normal, aber da der Körper weniger Wasserspeicher hat, muss im Alter besonders auf eine ausreichende Wasserzufuhr geachtet werden.

Für Demenzkranke besteht insbesondere bei Hitze die Gefahr, dass sich die Demenz Symptome deutlich verschlechtern. Das verminderte Durstgefühl und auch die zunehmende Vergesslichkeit erschweren das regelmäßige und ausreichende Trinken.

B-Vitamine können helfen, eine Demenz vorzubeugen.

Mit einer ausgewogenen Ernährung sollten Sie sicherstellen, dass Sie auch gut mit Vitaminen, insbesondere der Gruppe B versorgt sind. Die 8 B-Vitamine sind nämlich wichtig für ein gesundes Nervensystem.

Vitamin B2 hilft, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Die Vitamine B1 (Thiamin), B2, B3 (Niacin), B6, B7 (Biotin) und B12 tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Die Vitamine B1, B2, B5 (Pantothensäure), B6 und B12 tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.