5c83f23075c008b0 MS und Sport: geht das? | neurofelixir®
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Lange gingen Ärzte davon aus, dass Sport und MS sich ausschließen. Stattdessen wurden Bettruhe und Schonung verordnet. Man nahm an, dass sich körperliche Erschöpfung negativ auf die Erkrankung auswirken würde. Grund dafür ist vermutlich die Besonderheit der MS, dass sich ihre Symptome unter dem Einfluss von Hitze (hier Sport, aber auch bspw. ein heißes Bad/Dusche, ein Saunabesuch) oder erhöhter Körpertemperatur (Fieber) vorübergehend verschlimmern können.

Heute weiß man, dass die Symptome des sogenannten Uhthoff-Phänomens - die sich meist innerhalb von 30 Minuten bis circa zwei Stunden wieder zurückbilden - letztlich ungefährlich sind. Der Augenarzt Wilhelm Uhthoff (1853–1927) beschrieb das Phänomen erstmals als eine nach körperlicher Anstrengung auftretende vorübergehende Verschlechterung der Sehschärfe bei Multipler Sklerose. Ursache ist hier eine Blockierung der Leitfähigkeit des vorgeschädigten Sehnervs. Im weiteren Sinn gilt die vorübergehende Verschlechterung generell bei neurologischen MS-Symptomen. Dies betrifft gut 80% aller MS-Erkrankten. Sie sind für die Betroffenen zwar lästig, stellen aber keinen Grund dar, auf die positiven Effekte von Sport zu verzichten.

 

Menschen mit MS sollten auf Sport nicht verzichten

Bei entsprechenden allgemeinen gesundheitlichen Voraussetzungen wie einem stabilen Herz-Kreislauf-System, guter Lungenfunktion und orthopädischer Gesundheit, können Menschen mit MS sich vielfältig körperlich belasten und Sport treiben. Natürlich sollte dabei immer die individuelle Symptomatik des Einzelnen berücksichtigt werden.

Die gesundheitlichen Wirkungen von Bewegung und Training bei Multipler Sklerose können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden! Es gibt mittlerweile ausreichend Evidenz, die den positiven präventiven und rehabilitativen Effekt von körperlicher Aktivität und regelmäßiger sportlicher Betätigung in klinischen Populationen mit Blick auf die Entstehung und den Progress vieler metabolischer, neurologischer und kardiovaskulärer Erkrankungen belegen. So haben sich sporttherapeutische Maßnahmen aufgrund der effizienten und nebenwirkungsarmen Linderung vieler krankheitsspezifischer Symptome mittlerweile als integraler Bestandteil in der MS-Rehabilitation etabliert.

 

Sport stärkt das Immunsystem von MS Patienten

Der positive Einfluss von Sport wird zunehmend im Kontext des Krankheitsprogresses (Sekundärprävention) sowie des Krankheitsbeginns (Primärprävention) diskutiert. Ein relevanter Anteil dieser positiven Effekte wird sportbedingten Veränderungen des Immunsystems zugesprochen.

Präklinische Daten lassen vermuten, dass Sport nicht nur das periphere antiinflammatorische (entzündungshemmende) Geschehen fördert, sondern auch inflammatorischen (entzündlichen) Prozessen im zentralen Nervensystem entgegenwirkt.

Sport sollte fester Bestandteil des Alltags jedes MS-Erkrankten sein, nicht zuletzt, weil sie auch Wohlbefinden und Selbstvertrauen steigern und Depressionen mildern beziehungsweise vorbeugen können. Diese Effekte helfen auch bei der Krankheitsbewältigung.

 

Sport lindert verschiedene MS Symptome

Bei MS-Kranken kann Sport darüber hinaus ein wichtiger Therapiebaustein sein. Verschiedene MS-Symptome wie Fatigue, Spastik, Schwächen oder auch Koordinationsprobleme können verbessert werden. Vor allem ein gezieltes Training, das Ausdauer, Kraft, Koordination und Gleichgewicht schult, hilft Menschen mit MS bei ihren spezifischen Symptomen und unterstützt sie dabei, ihren Alltag besser zu bewältigen. Die Frage welche Sportart die richtige ist, kann nur individuell beantwortet werden.

An der Stelle empfehlen wir das Trainingsangebot unseres Partners neurowerkstatt, das speziell auf die Bedürfnisse von MS Patienten zugeschnitten ist.

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