5c83f23075c008b0 Welche Ernährung wird bei MS empfohlen? | neurofelixir®
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Mit der Ernährung können MS-Betroffene versuchen, ihre Immunabwehr zu stärken und das Entzündungsgeschehen zu minimieren. Die Ernährung sollte deshalb vor allem aus Gemüse, hochwertigen Ölen, Nüssen und Samen bestehen. Besonders positiv wirken sich insbesondere die entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren aus. Kohlenhydrate (etwa Brot, Nudeln, Zuckerhaltiges) sind dagegen zu meiden.


Ist ein ketogener Ernährungsplan bei MS sinnvoll?

Die sogenannte ketogene Ernährung ist ein möglicher Ansatz: Statt Glukose (Blutzucker) sollen dabei sogenannte Ketonkörper den Energiebedarf von Organen und Gehirn decken. Ketonkörper entstehen bei Kohlenhydratmangel. Die Leber baut dann Fettsäuren zu Energielieferanten um.

Die Pilotstudie der Charité Berlin (IGEL Studie) unter Leitung des Langlebigkeitsforschers Valter Longo gibt Hinweise darauf, dass die schubförmig-remittierende MS durch eine ketogene Diät und durch modifiziertes Fasten positiv beeinflussbar ist. Die Nachfolgestudie NAMS (Nutritional Approaches in Multiple Sclerosis) des NeuroCure Clinical Research Centers der Charité Universitätsmedizin in Zusammenarbeit mit dem Immanuel Krankenhaus in Berlin hat zum Ziel, die Ergebnisse dieser Pilotstudie zu verifizieren. Die Auswirkungen verschiedener Ernährungskonzepte auf den Verlauf der MS sowie auf bestimmte Krankheitsparameter, wie zum Beispiel die Schubrate, die Entwicklung neuer Läsionen im Gehirn und die Lebensqualität der Patienten, werden hierbei geprüft. Untersucht werden die Effekte von:

  • Intermittierendem Fasten - es handelt sich um sog. Intervallfasten - auf 8 Stunden, in denen gegessen werden kann, folgen 16 Stunden Pause.
  • Ketogene Ernährung - proteinhaltige, fettreiche und kohlenhydratarme Kost
  • Entzündungshemmende Ernährung - hier werden vor allem pflanzliche Nahrungsmittel entsprechend den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) konsumiert.
  • Ein weiterer Ansatz ist die Einnahme von Pro- und Präbiotika, um für mehr gute Darmbakterien zu sorgen. Aus ballaststoffreichen Lebensmitteln stellen die Darmbakterien wertvolle, kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat und Propionat her. Diese werden zur Reparatur der Nervenzellen gebraucht. Laut neueren Studien kann Propionsäure das Immunsystem stärken.


Welche Lebensmittel sind bei Multipler Sklerose zu empfehlen?

  • Kohlenhydratarmes Brot, kohlenhydratarmes Müsli z. B. mit Leinsamen, Nüssen, Kokos und anderen Samen
  • Oliven und Avocado; in Maßen: Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Wassermelone, Papaya, Zitrone, Rhabarber
  • Auberginen, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Chinakohl, Fenchel, Grüne Bohnen, Gurken, Grünkohl, Kohlrabi, Kresse, Lauch, Mangold, Petersilie, Radieschen, Rosenkohl, Rotkohl, Sauerkraut, Sellerie, Spargel, Spinat, Tomaten, Weißkohl, Wirsing, Zucchini, Zwiebeln und alle Salatsorten
  • Hanfnusskerne, Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, Paranüsse, Macadamia, Kokos, Leinsamen, Kürbiskerne, Sesamsamen und Sonnenblumenkerne
  • Hochwertige Öle, wie z. B. Hanföl, Kürbiskernöl, Leinöl, Olivenöl, oder Walnussöl
  • Fisch für den Omega-3 Gehalt

Omega-3 und EGCG bei MS

Neben einer angepassten, gesunden Ernährung bei MS können auch zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Wie schon weiter oben erwähnt, sind entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren bei MS sehr vielversprechend.

Des Weiteren könnte Grüner Tee eine neue Therapieoption für Patienten mit Multipler Sklerose liefern. Ein Inhaltsstoff namens Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) bremst offensichtlich den chronischen Entzündungsprozess im zentralen Nervensystem, der für die Erkrankung typisch ist. Es handelt sich um ein Naturstoff aus der Gruppe der so genannten Flavonoide. EGCG ist offensichtlich in der Lage, ein sowohl fehlgeleitetes Immunsystem zu drosseln als auch die Nervenzellen vor schädlichen Einflüssen des Immunsystems zu schützen.

Wissenschaftler um Professor Frauke Zipp vom Institut für Neuroimmunologie der Charité in Berlin fanden das jetzt heraus. Sie überprüften die Wirksamkeit der Substanz im Tierversuch und in Kulturen von menschlichen Immun- und Nervenzellen. „Wir haben mit EGCG erstmals eine Substanz gefunden, die oral verabreicht über unabhängige immunmodulatorische und nervenzellschützende Eigenschaften verfügt”, erklärt Dr. Orhan Aktas, der die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Timour Prozorovski durchführte. „Somit scheint EGCG die zerstörerischen Krankheitsprozesse der Multiplen Sklerose von zwei Seiten anzugreifen."

EGCG wie auch viele weitere sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole) sind in neurofelixir enthalten.

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