5c83f23075c008b0 Wie grüner Tee unsere Nervenzellen schützt | neurofelixir®
$('a[href="/unsere-produkte"]').attr('href','/unsere-produkte/morbus-parkinson-demenz-sarkopenie/');

Wir haben uns ganz bewusst für grünen Tee als ein der Polyphenolen in neurofelixir® entschieden. Zum einen wird grüner Tee seit vielen Jahrhunderten in asiatischen Ländern konsumiert, mit einem nachgewiesenen positiven Effekt auf die Gesundheit. Zum anderen gibt es mittlerweile eine sehr umfangreiche Studienlage zu der Wirkung von EGCG (Epigallocatechingallat), dem Hauptwirkstoff im grünen Tee. Für neurofelixir® haben uns besonders die neuroprotektiven Eigenschaften von EGCG überzeugt.

EGCG scheint nämlich die Bildung neuer Zellen im Gehirn anzuregen und kann dadurch das Gedächtnis verbessern, das Lernen neuer Dinge erleichtern und neurodegenerative Erkrankungen wie z.B. Alzheimer-Demenz vorbeugen bzw. deren Entwicklung verlangsamen.

Grüner Tee fördert die Bildung neuer Nervenzellen im Gehirn

Bis vor nicht so langer Zeit glaubte man, dass bei Erwachsenen eine Neubildung von Nervenzellen im Gehirn ausgeschlossen sei. Inzwischen aber weiß man, dass sich auch bei Erwachsenen Nervenzellen immer wieder neu bilden können – selbst im hohen Alter noch.

>> Über die Erneuerung der Zellen in unserem Körper lesen Sie unseren Beitrag „Neue Zellen, neuer Mensch“.

Unser Gehirn hat also die lebenslange Fähigkeit sich teilweise zu erneuern: der Begriff Neuroplastizität beschreibt diese Tatsache. Die Signalwege im Gehirn passen sich an, wenn wir etwas Neues lernen, ob geistig (z.B. ein neues Spiel) oder körperlich (z.B. ein Musikinstrument oder eine neue Sportart). Dabei entstehen auch neue Nervenzellen. Diese Neurogenese wird vom EGCG angeregt¹.

Grüner Tee zur Prävention und Behandlung von Neurodegeneration

Wenn EGCG aus dem grünen Tee die Nervenzellneubildung anregt, erscheint es nahliegend seine Wirkung bei der Prävention oder sogar der Therapie von neurodegenerativen Erkrankungen zu erforschen. Genau das passiert seit einigen Jahren und es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die vielversprechende Effekte von EGCG belegen.

Grüner Tee macht Protein-Ablagerungen unschädlich

Forscher haben herausgefunden, dass EGCG ziemlich effektiv die Aggregatbildung des Alpha-Synukleins (bei Morbus Parkinson) und des Amyloids (bei Alzheimer Demenz), sowie die Tau-Fibrillen (bei Alzheimer Demenz) hemmen kann. Zusätzlich kann EGCG, zumindest in Laborversuchen mit Zellen, die Eliminierung der giftigen Alzheimer typischen Eiweißablagerungen (Plaques) fördern, die sonst die Nervenzellen schädigen.² ³ ⁴. Die Entdeckung dieser Wirkung führte bereits zu ersten klinischen Studien, wie z.B. die PROMESA-Studie⁵.

Wie wirkt EGCG?

Aktuell mehren sich Hinweise, dass Polyphenole, darunter EGCG aus dem grünen Tee, vor allem über und mit den Bakterien des Darms ihre positiven Wirkungen entfalten können. Analysen der Darmbakterien zeigen, dass die großzügige Einnahme von EGCG günstige Effekte hat und entzündungshemmende Bakterien fördert. Die Darmbakterien bilden aus den Polyphenolen kleine Phenol-haltige Substanzen, die sehr viel besser vom Darm aufgenommen werden können und die ebenfalls das Verklumpen von Eiweißen wie Alpha-Synuklein (Morbus Parkinson) und Amyloid (Morbus Alzheimer) verhindern können. Jüngste Studien über die hirndurchdringenden Polyphenolsäuren 3-Hydroxybenzoesäure (3-HBA), 3,4-Dihydroxybenzoesäure (3,4-DiHBA) und 3-Hydroxyphenylessigsäure (3-HPPA), die aus dem auf Darmflora basierenden Stoffwechsel von Nahrungspolyphenolen stammen, zeigten eine in vitro-Fähigkeit, die Alpha-Synuklein Oligomerisierung zu hemmen und eine aggregierte Alpha-Synuklein induzierte Neurotoxizität zu verhindern.⁶

Grünteeextrakt steigert die Gehirnleistungen

2014 wurden die Ergebnisse einer Studie mit männlichen Probanden veröffentlicht, die zeigt, dass Grünteeextrakt die Verbindungen der Nervenzellen untereinander fördert und dadurch die kognitiven Fähigkeiten verbessern kann. Insbesondere das Lösen von Aufgaben, die einen hohen Maß an Arbeitsgedächtnis erforderten, fiel den Probanden nach der Einnahme von Grünteeextrakt leichter. MRT-Aufnahmen zeigten, dass die Konnektivität zwischen einzelnen Gehirnregionen deutlich erhöht war⁷.

Mit Grüntee, das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen senken

Eine Meta-Studie aus dem Jahr 2019 bekräftigte, dass die meisten vorliegenden Studien einen positiven Zusammenhang zwischen Grünteekonsum und dem Auftreten von neurodegenerativen Erkrankungen ergaben⁸.

Eine Forschergruppe um den Professor Erich Wanker vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch berichtete 2006 über die Ergebnisse aus einer Studie zur Wirkung des Epigallocatechingallats auf die Eiweißablagerungen der Chorea Huntington Krankheit. Chorea Huntington gehört mit Alzheimer und Parkinson zur Familie der neurodegenerativen Leiden, deren Ursache falsch gefaltete Proteine sind. Im Reagenzglas zeigte sich, dass EGCG zu einem sehr frühen Zeitpunkt, während sich die Ablagerungen bilden, die Verklumpung des Huntington-Proteins bremst. Der Vergiftungsgrad der Zellkulturen wurde zusätzlich reduziert. Bei transgenen Fliegen, die das Huntington-Gen tragen, verbesserte sich außerdem die Beweglichkeit, wenn sie mit der grünen Tee-Substanz gefüttert wurden.⁹ Aktuell wird eine klinische Studie (ETON-Studie) durchgeführt, um diese Ergebnisse bei Menschen zu überprüfen.

Auf die Konzentration und die Bioverfügbarkeit von EGCG kommt es an

Natürlich beeinflussen die Menge des täglichen Konsums des grünen Tees und die Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe eine mögliche therapeutische Wirkung. Um die Aufnahme bioaktiver Teeinhaltsstoffe zu erhöhen, bieten sich Nahrungsergänzungsmittel mit Grüntee-Extrakt an, denn die Extraktion von EGCG aus grünem Tee bewahrt seine biologische Aktivität und stellt eine Quelle für hochwertige Polyphenole dar.

Besser noch ist die Einnahme von EGCG zusammen mit anderen Polyphenolen, Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren. Dadurch wird nämlich die antioxidative Kapazität des grünen Tees verstärkt¹⁰ ¹¹.

  1. Yanyan Wang, Maoquan Li, Xueqing Xu, et al. Green tea epigallocatechin-3-gallate (EGCG) promotes neural progenitor cell proliferation and sonic hedgehog pathway activation during adult hippocampal neurogenesis. Molecular Nutrition & Food Research, 2012; 56 (8): p. 1292
  2. Bieschke J et al., EGCG remodels mature α-synuclein and amyloid-β fibrils and reduces cellular toxicity. Proceedings of the National Academy of Sciences, 2010
  3. Xu, Y. et al., Epigallocatechin Gallate (EGCG) inhibits Alpha-Synuclein Aggregation : A Potential Agent for Parkinson’s Disease. Neurochem Res, 2016; 41 (10): p. 2788-2796
  4. Bastianetto, S. et al. Neuroprotective effects of green and black teas and their catechin gallate esters against beta-amyloid-induced toxicity. Eur J Neurosci, 2006; 23 (1): p. 55-64
  5. Levin J. et al., The PROMESA-protocol: progression rate of multiple system atrophy under EGCG supplementation as anti-aggregation approach. J Neural Transm (Vienna), 2016; 123 (4): p. 439-445.
  6. Ono, K., Tsuji, M., Yamasaki, T. R., Pasinetti, G. M. Anti-aggregation Effects of Phenolic Compounds on α-synuclein. Molecules, 2020; 25(10): p. 2444.
  7. Schmidt, A., Hammann, F., Wölnerhanssen, B. et al. Green tea extract enhances parieto-frontal connectivity during working memory processing. Psychopharmacology, 2014; 231: p. 3879–3888.
  8. Kakutani S, Watanabe H, Murayama N. Green Tea Intake and Risks for Dementia, Alzheimer's Disease, Mild Cognitive Impairment, and Cognitive Impairment: A Systematic Review. Nutrients, 2019; 11 (5): p. 1165.
  9. Dagmar E. Ehrnhoefer, Martin Duennwald, Phoebe Markovic, et al., Green tea (−)-epigallocatechin-gallate modulates early events in huntingtin misfolding and reduces toxicity in Huntington's disease models, Human Molecular Genetics, 2006; 15 (18): p. 2743-2751.
  10. Peters CM, Green RJ, Janle EM, Ferruzzi MG, Formulation with ascorbic acid and sucrose modulates catechin bioavailability from green tea. Food Res Int., 2010; 43: p. 95-102.
  11. Giunta B, Hou H, Zhu Y, Salemi J, Ruscin A, Shytle RD, Tan J. Fish oil enhances anti-amyloidogenic properties of green tea EGCG in Tg2576 mice. Neurosci Lett., 2010; 471: p. 134-138.